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Manfred
Borges, geboren 1928, nahm kurz nach dem Krieg den ersten
Schauspielunterricht bei Gustel Weigert in München und bestand die
Aufnahmeprüfung an der Otto-Falckenberg-Schule.
Als er kurz darauf von der Eröffnung des Deutschen Theaterinstituts
Weimar unter Rektor Prof. Maxim Vallentin erfuhr,
sprach er dort vor und wurde angenommen. Nach seiner Ausbildung in Weimar,
die 1947-51 erfolgte, gehörte der diplomierte Schauspieler von 1951 bis
Anfang 1952 zum "Jungen Ensemble", einer Tourneebühne. Unter
der Intendanz Maxim Vallentins wurde Borges im
selben Jahr eines der Gründungsmitglieder des Maxim-Gorki-Theaters. Er
blieb 45 Jahre lang, bis 1997, festes Ensemblemitglied des Hauses, wo man ihn
in unzähligen Rollen erleben konnte, u.a. in
Shakespeares EIN SOMMERNACHTSTRAUM unter der Regie von Thomas Langhoff, in
Zuckmayers DER HAUPTMANN VON KÖPENICK unter der Regie von Katharina
Thalbach und in Wedekinds LULU unter der Regie von Uwe Eric Laufenberg. Seit 1997 spielt Manfred Borges dort als
ständiger Gast. Seine jüngste Arbeit am Gorki-Theater ist Uwe Eric Laufenbergs PLATONOW-Inszenierung
von Tschechow. Von 1964 - 1970 war Manfred Borges auch als Gast an der
Volksbühne Berlin engagiert. Er arbeitete künstlerisch mit
Größen wie Joan Littlewood aus London
und Karel Paluc aus Prag zusammen.
Ab 1953 stand der vielbeschäftigte Mime auch vor den Kameras von DEFA
und DFF, z.B. als der Gefreite Sepp in der Friedrich-Wolf-Verfilmung
"Das Schiff auf der Donau" (TV, 1962) oder als Ernst Baumann im
Drama "Die Mutter und das Schweigen" (TV, 1965). Weitere Filme: u.a. "Berlin - Ecke Schönhauser"
(1957); "Nackt unter Wölfen" (1960); "Zeit der
Störche" (1971); "Daniel Druskat"
(1976). Borges spielte bis 1989 in fast 100 Kino- und Fernsehproduktionen
mit. Spätere Filmproduktionen sind "Zwei schräge
Vögel" (1989), "Der Preis der Schönheit" (1990) und
Auftritte in der beliebten Krimi-Reihe "Tatort" ("Laura, mein
Engel" 1994).
Am Berliner Kriminal Theater spielt er den Richter im
Agatha-Christie-Klassiker ZEUGIN DER ANKLAGE unter der Regie von Wolfgang
Rumpf.
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